Falsche Polizeibeamte unterwegs

Veröffentlicht am 22.06.2018

Die Kriminalpolizei rät zu erhöhter Vorsicht

Die Zahl der Fälle, in denen Kriminelle anrufen und sich als Polizisten ausgeben, ist in den letzten Wochen rapide angestiegen: Die Betrüger rufen unter der Notrufnummer 110 (eventuell mit örtlicher Vorwahl) oder der Nummer der örtlichen Polizeidienststelle an und warnen meist vor bevorstehenden Einbrüchen. Dabei machen sie den Angerufenen (meist älteren Menschen) Angst und bieten an, die Wertgegenstände (Bargeld und Schmuck) durch einen „Kriminalbeamten“ abzuholen und bei der Polizei „sicher aufzubewahren“. Auch Pfarrbüros und Pfarrer wurden bereits angerufen.

Verhaltenshinweise der Kriminalpolizei

Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg rät deshalb zu erhöhter Vorsicht und gibt konkrete Verhaltenshinweise, wie sich Betroffene am besten verhalten sollen:

  • Lassen Sie sich nicht von einer angeblichen Telefon-Nr. der Polizei (z.B. 0761/110) täuschen. Die Polizei wird zu keiner Zeit unter der Notrufnummer bei Ihnen anrufen!

  • Die Polizei wird sich niemals anbieten, Wertsachen für Sie in Verwahrung zu nehmen.

  • Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie Verdacht schöpfen und sprechen Sie mit einer Person Ihres Vertrauens.

  • Lassen Sie sich von einem angeblichen Polizeibeamten stets den Dienstausweis vorlegen und überprüfen Sie diesen ggf. durch einen Rückruf bei der Polizei.

  • Melden Sie verdächtige Wahrnehmungen immer über die 110 (ohne Vorwahl), damit wir reagieren können. Benutzen Sie hierbei nicht die Rückruffunktion Ihres Telefons!

  • WICHTIG: Der Täter wird Sie ggf. zu diesem Rückruf auffordern. Das ist Teil des Tricks! Trennen Sie zuvor immer die Leitung, indem Sie den Hörer auflegen. Sie würden sonst wieder mit dem Täter verbunden sein!

Bei Fragen kann man sich jederzeit an die örtlichen Polizeidienststellen wenden - diese informieren gerne über die richtigen Verhaltensweisen.

Gelesen 96 mal