Abbrennen von Feuerwerkskörpern bei privaten Anlässe, Anzeige bzw. Genehmigung erforderlich

Veröffentlicht am 23.03.2018

Das gemeindliche Ordnungsamt weist erneut darauf hin, dass das Abbrennen von Feuerwerkskörpern bei privaten Feierlichkeiten nicht ohne weiteres zulässig ist. Erst kürzlich wurde das gemeindliche Ordnungsamt über ein Feuerwerk im Ortsteil Greffern unterrichtet, für das keine Anzeige bzw. Genehmigung vorlag.

Für das Abrennen von Feuerwerkskörpern sind die Bestimmungen der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz zu beachten. Diese unterscheidet bei den so genannten „pyrotechnische Gegenständen“ nach ihrer Gefährlichkeit oder Verwendungszweck folgende Klassen:

Klasse I: Kleinstfeuerwerk (so genannte „Spielfeuerwerkskörper“)
Klasse II: Kleinfeuerwerk (Raketen, Böller usw.)
Klasse III: Mittelfeuerwerk
Klasse IV: Großfeuerwerk

Grundsätzlich kommen nur pyrotechnische Gegenstände der Klassen I und II in den freien Verkauf, wobei dieser bei Klasse II-Feuerwerken auf die Zeit von 28. bis 31. Dezember beschränkt ist. Lediglich in den Tagen um den Jahreswechsel am 31. Dezember und am 01. Januar ist das Abbrennen allen Personen gestattet, die das 18. Lebensjahr vollendet haben.

Ansonsten dürfen Feuerwerkskörpern der Klasse II grundsätzlich nur von Personen abgebrannt werden, die hierzu eine behördliche Erlaubnis haben und das Abrennen beim zuständigen Ordnungsamt anzeigen müssen. Sofern Personen, die nicht im Besitz einer behördlichen Erlaubnis sind, Feuerwerkskörper der Klasse II bei besonderen Anlässen unter dem Jahr abbrennen wollen, muss eine Ausnahme-genehmigung beim gemeindlichen Ordnungsamt eingeholt werden.

In der Gemeinde Rheinmünster ist für das Abbrennen von Feuerwerken eine weitere Besonderheit zu beachten. Innerhalb einer Entfernung von weniger als 1,5 Kilometer von der Begrenzung des Flughafens Karlsruhe/Baden-Baden, ist für das Aufsteigen lassen von Feuerwerkskörpern eine Erlaubnis der zuständigen Luftfahrtbehörde (=Regierungspräsidium Stuttgart) einzuholen. Sowohl die Ausnahmegenehmigung der Ortspolizeibehörde als auch die Erlaubnis des Regierungspräsidiums sind kostenpflichtig.

Ein Verstoß gegen die vorgenannten Bestimmungen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann. Für Fragen stehen die zuständigen Bediensteten der Gemeindeverwaltung gerne zur Verfügung.

 

 

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