Baden.net: Einzelne Kommunen schreiben Netzbetrieb neu aus

Veröffentlicht am 16.03.2018

Interkommunaler Zusammenschluss bleibt davon unberührt

Gemeinsam haben die Kommunen Bühl, Lauf, Lichtenau, Ottersweier, Rheinmünster, Sasbach, Sasbachwalden, Seebach und der Zweckverband Söllingen im Jahr 2016 in einem Interkommunalen Zusammenschluss Breitband Mittelbaden den Ausbau eines großen Breitbandnetzes gestartet. Damit soll die flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet sichergestellt werden. Der gemeinsame technische Netzausbau für ein leistungs- und zukunftsfähiges Breitbandnetz schreitet in allen IKZ-Kommunen ungebrochen voran, im Falle des Netzbetreibers werden künftig aber verschiedene Wege beschritten.

Seit Anfang des Jahres haben einzelne IKZ-Mitglieder gegenüber dem bisherigen Netzbetreiber den Rücktritt vom Vertrag erklärt. Der aus einer öffentlichen Ausschreibung hervorgegangene Netzbetreiber ist eine Bietergemeinschaft, bestehend aus den Unternehmen NGN Telecom GmbH und Ropa GmbH. Die erforderlichen Beschlüsse zum jeweiligen Vertragsrücktritt wurden von den zuständigen Gremien der Städte Bühl und Lichtenau, den Gemeinden Rheinmünster und Seebach und dem Zweckverband „Gewerbepark mit Regionalflughafen Söllingen“ gefasst. Die Gemeinden Lauf, Ottersweier, und Sasbach werden die begonnene Zusammenarbeit mit dem Netzbetreiber fortsetzen.

Alle beteiligten Kommunen legen Wert auf die Feststellung, dass die IKZ Breitband Mittelbaden von diesen Entscheidungen unberührt bleibt und fortgesetzt wird. Der Ausbau eines Breitbandnetzes wird weiter gemeinsam vorangetrieben, die Zusammenarbeit zwischen den IKZ-Mitgliedern, die wechselseitige vertragliche Verpflichtungen zum Ausbau der sogenannten Backbone-Trassen (Datenautobahn zwischen den Gemeinden) eingegangen sind, bleibt bestehen. Das gemeinsame Projektziel, ein flächendeckendes Breitbandnetz zu schaffen, wird aufrechterhalten.

Mit dem ausgewählten Netzbetreiber wurden unterschiedliche Erfahrungswerte gesammelt. Aufgrund dieser Erfahrungen sowie verschiedener Ausbaugeschwindigkeiten bewerten die IKZ-Mitglieder auch die Erfüllung von Vertragsbestandteilen unterschiedlich. So entschieden sich Bühl, Lichtenau, Rheinmünster, Seebach und der Zweckverband Söllingen, unabhängig voneinander, von ihren Verträgen mit dem Netzbetreiber zurückzutreten. In Sasbach sowie in Ottersweier sind die ersten Anschlüsse aktiv und in Lauf schreitet der Netzausbau voran. Die Erfahrungen mit dem Netzbetreiber sind positiv, sodass die drei Gemeinden an den Verträgen mit NGN festhalten.

Im März werden Bühl, Lichtenau, Rheinmünster, Seebach und der Zweckverband Söllingen die Netzdienste gemeinsam öffentlich neu ausschreiben. Die Gemeinden Lauf, Ottersweier und Sasbach werden sich zusammen mit der Bietergemeinschaft unter neuem Namen positionieren. Die Interkommunale Zusammenarbeit beim Netzausbau bleibt bestehen und wird zum Wohl der Unternehmen und Bürger in der Region den notwendigen Glasfaserausbau vorantreiben.

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