Freihalten des Lichtraumsprofils an öffentlichen Straßen und Einmündungen

Veröffentlicht am 01.09.2017

Hecken und Sträucher als Verkehrshindernis

Anpflanzungen beleben und verschönern das Ortsbild und tragen zur Verbesserung der Lebensräume für Mensch und Tier bei. Leider können durch Anpflanzungen aber auch Gefahrensituationen hervorgerufen werden. Bei der Gemeindeverwaltung eingehende Hinweise und Beschwerden zeigen, dass insbesondere an Kreuzungen und Einmündungen sowie an Fuß- und Radwegen immer wieder Behinderungen durch überhängende Äste sowie zu breit oder zu hoch wachsende Hecken bestehen.

Um daraus resultierende Gefahrensituationen zu vermeiden, werden Grundstückeigentümer gebeten, folgende Hinweise zu beachten:

  • Schneiden Sie Hecken, Sträucher und Bäume an Straßen, Wegen und Gehwegen so weit zurück, dass Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer den zugedachten Verkehrsraum ohne Gefahren nutzen können.

  • Im Bereich von Straßeneinmündungen und Kreuzungen sollten Hecken so weit zurück geschnitten werden, dass Sichtbehinderungen und Verkehrsgefährdungen ausgeschlossen sind. Achten Sie darauf, dass das Sichtdreieck frei gehalten wird. Pflanzungen dürfen nicht über die Grundstücksgrenze hinausragen.

  • Die Pflanzen müssen im Bereich von Straßenlampen und Schildern so weit zurück geschnitten werden, dass die Lampen ihre Beleuchtungsfunktion erfüllen und die Schilder mühelos gelesen werden können. Besonders Straßenlampen sind ein wesentlicher Bestandteil der Verkehrssicherheit. Deren einwandfreie Funktion soll in der Dunkelheit vor möglichen Gefahren schützen.

  • Beachten Sie schon vor dem Pflanzen, welches Ausmaß Sträucher, Bäume und Hecken schon nach wenigen Jahren einnehmen können und Halten sie bei der Pflanzung ausreichen Abstand zur Grundstücksgrenze.

  • Beachten Sie auch das so genannte „Lichtraumprofil“, das von den Grundstückseigentümern einzuhalten ist, deren Grundstücke an öffentliche Straßen sowie Geh- und Radwege grenzen: Der Pflanzenwuchs sollte bis zu einer Höhe von 2,30 Metern nicht über den Gehweg ragen (bei Radwegen ist eine Höhe von 2,50 Metern einzuhalten). Grenzt das Grundstück direkt an eine öffentliche Straße, dürfen Pflanzen bis zu einer Höhe von 4 Metern nicht in die Straßen hineinragen. Über die gesamte Fahrbahn muss ein Lichtraum von 4,50 Metern frei bleiben.

Bitte prüfen Sie, ob Straßenlampen oder Schilder an Ihrer Grundstücksgrenze zugewachsen sind und deren Freischneiden erforderlich ist. Bedenken Sie, dass durch das Zuwachsen von Straßenlampen und Schildern die Verkehrssicherheit beeinträchtigt und die Orientierung für ortsfremde Personen erschwert wird.

Durch überhängende Äste sind besonders Kinder gefährdet, die nach der Straßenverkehrsordnung bis zum vollendeten achten Lebensjahr mit dem Fahrrad den Gehweg benutzen müssen. Werden sie durch überhängende Äste gezwungen, auf die Straße auszuweichen, besteht für sie erhöhte Unfallgefahr. Grundstückseigentümern können dann erhebliche Schadensersatzforderungen drohen. Das nachfolgende Schaubild stellt die freizuhaltenden Lichtraumprofile dar.

 

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