Notariatsreform: Nachlassgericht in Baden-Baden

Veröffentlicht am 05.01.2017

Zum 01. Januar 2018 trat eine weitere Reform in der Justiz des Landes Baden-Württemberg in Kraft. Zu diesem Zeitpunkt wurden die staatlichen Notariate im Land aufgelöst. Die Beurkundungstätigkeit der bisherigen Amtsnotare wird nun von den freien Notaren übernommen. Die bisher den Notariaten zugewiesenen Aufgaben in Nachlasssachen werden nunmehr von bestimmten Amtsgerichten als Nachlassgericht wahrgenommen.

Seit dem 01. Januar 2018 kann über die Suchfunktion des bundesweiten Orts- und Gerichtsverzeichnisses das in Betreuungs-, Grundbuch- oder Nachlasssachen örtlich zuständige Amtsgericht ermittelt werden (https://justiz.de/OrtsGerichtsverzeichnis/index.php).

Seit dem 01. Januar 2018 wird das Amtsgericht Baden-Baden für den Bezirk der Amtsgerichte Achern, Baden-Baden und Bühl und das Amtsgericht Rastatt für den Bezirk der Amtsgerichte Gernsbach und Rastatt zuständig sein. Die Aufgaben der Nachlassgerichte ändern sich nicht. Auch die Zuständigkeiten und Aufgaben der örtlichen Standesämter werden sich durch diese Neuordnung nicht ändern. Sie bleiben im bisherigen Umfang im Sterbefall Ansprechpartner der Beteiligten und haben weiter ihre Aufgaben im gesetzlich gleich gebliebenen Rahmen zu erfüllen. Das Nachlassgericht beim Amtsgericht Baden-Baden wird zunächst interimsmäßig im Justizgebäude in der Gutenbergstraße 17 in Baden-Baden untergebracht. Die entsprechenden Aufgaben des Nachlassgerichts werden von zehn Bediensteten wahrgenommen.

Das für Rheinmünster zuständige Nachlassgericht Baden-Baden ist wie folgt zu erreichen:

Postadresse: Gutenbergstr. 17, 76532 Baden-Baden
Tel. Infothek/Auskünfte: 07221 685-700
Telefax: 07221 685-293
E-Mail: poststelle@agbaden-baden.justiz.bwl.de
Telefonsprechzeiten: Mo. – Fr. 09.00 – 11.30 Uhr
Sprechzeiten: Nach vorheriger telefonischer Anmeldung
Homepage: http://www.amtsgericht-baden-baden.de

Die Aufnahme der Tätigkeit als Nachlassgericht bedeutet für viele Bedienstete, dass sie sich in ein für sie bis dahin unbekanntes Rechtsgebiet neu einarbeiten müssen. Darüber hinaus müssen sie sich mit einem neuen Arbeitsumfeld vertraut machen. Beispielsweise werden sie mit einer neuen Gerichtssoftware arbeiten müssen. Zunächst ist es auch erforderlich, dass eine große Anzahl an Nachlassverfahren in die neue Gerichtssoftware eingegeben wird. Die Bediensteten des Nachlassgerichts Baden-Baden werden ihr Möglichstes tun, um bereits in der Anfangsphase des neuen Nachlassgerichts die erforderlichen Arbeitsabläufe ohne große Verzögerungen durchzuführen. Für die dennoch mit dieser Reform verbundenen Reibungsverluste werden die Bürger um Verständnis gebeten.

Sollten Sie auf der Suche nach einem Notar sein, können Sie Sich über die Suchfunktion des Webportal www.notar.de entsprechende Adressen anzeigen lassen. Weitere Information über die Notariatsreform erhalten Sie über die Website www.notariatsreform.de.

Gelesen 98 mal