Kunsthandwerkermarkt 2017

Veröffentlicht am 06.10.2017

Rheinmünster-Schwarzach

Die Münstergemeinde Schwarzach stand am Wochenende ganz im Zeichen der Vielfalt an künstlerischem Schaffen. Im Klosterhof, im Rathaus Schwarzach, in der Festhalle und in der Münsterkirche zogen Kunsthandwerk, Malerei, Modellbau und Musik Tausende von Menschen in ihren Bann. Anlass war der traditionelle „Schwarzacher Kunsthandwerkermarkt“, der in diesem Jahr sein silbernes Jubiläum feiern durfte.

Fast 40 professionelle Kunsthandwerker hatten am Samstagmorgen ihre Stände im Klosterhof aufgebaut. Viele von ihnen freuten sich über die fachlich interessierten Besucher, die es an diesem Tag trotz Regen auf den Markt lockte. „Der Kunsthandwerkermarkt hat sich gerade samstags fast zu einer Fachmesse etabliert“, erklärte Dietmar Frietsch, Hauptamtsleiter der Gemeinde Rheinmünster, in dessen Händen die Organisationsfäden zusammenlaufen. Er zeigte sich höchst zufrieden mit dem Verlauf des diesjährigen Kunsthandwerkermarktes, zu dem es neben den bereits treuen Ausstellern auch wieder einige neue Gesichter zu erkunden gab.

Die Sonne strengte sich am Sonntag nochmals kräftig an und zeigte ihr schönstes Gesicht, welches die Besucher aus dem gesamten mittelbadischen Raum, aber auch aus dem Elsass in die Münstergemeinde lockte. Sämtliche Parkmöglichkeiten bis hinaus zum Lebensmittelmarkt und zur neuen Sporthalle waren belegt, auf den Straßen, ja sogar im Klostergarten unter den Rosenbögen tummelten sich die Besucher, und teilweise gab es im Klosterhof fast kein Durchkommen mehr. „Es war ein Segen, dass die Schwarzacher Feuerwehr den Parkplatzdienst übernommen hat“, lobte Frietsch die Wehrmänner, die an beiden Tagen im Einsatz waren. Gut besucht war deren Losstand, mit dem die Jugendfeuerwehr eine Schule in Peru unterstützt.

Viel zu tun hatten ebenfalls die rund 100 Helferinnen und Helfer des FC Germania, die bereits seit 25 Jahren das Handwerkeressen am Samstagabend und das Handwerkerfrühstück am Sonntagmorgen, aber auch die Bewirtung der Marktbesucher organisieren. „Unsere Frauen haben allein über 100 Kuchen gebacken“, lobte Vorsitzender Jörg Schuh.

„Die Frauen überbieten sich beim Backen“, sagte Keramikmeister Reiner Schuster aus Baden-Baden. Seit 25 Jahren präsentiert er seine Steinzeugware auf dem Schwarzacher Kunsthandwerkermarkt. „Es ist der Platz und die sympathische Organisation, dass ich Jahr für Jahr hierher komme“, sagte er. Michaela Lehner fuhr fast 400 Kilometer aus Edermünde an, um ihre aus alten Eichenbalken gefertigten Schlüsselbretter, Tabletts, Messerblöcke und vieles mehr anzubieten. „So einen liebevoll organisierten Markt hat man ganz selten“, lobte sie und schon kam eine Kundin, die sich für ihre Arbeit interessierte.

Kunsthandwerk einer anderen Art gab es in der Schwarzacher Festhalle. Dort hatte der Modellclub 1:87 aus Lichtenau als Geburtstagsgeschenk für den Kunsthandwerkermarkt seine rund 30 Meter lange Modellbahnanlage mit 36 Modulen aufgebaut. Viel Detailarbeit und Zeit hatten die Modellbauer investiert, um allein rund 800 Reben anzufertigen und sie im Weinberg aufzustellen.

Während im Rathaus die Rastatter Künstlergruppe Artgroup 8 ihre Werke präsentierte, lud an beiden Tagen in der ehemaligen Benediktinerabtei Organistin Ute Droll sowie Wolfgang, Elke und Stephan Haag zum Konzert ein.

Text und Bild: Anne-Rose Gangl

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