Hunde in der freien Natur an die Leine nehmen

Veröffentlicht am 10.03.2017

Mit den ersten Sonnenstrahlen im Frühling erwacht die Natur zu neuem Leben. Auch der Mensch sehnt sich nach Wärme und Licht und genießt auf den ersten längeren Spaziergängen die Natur mit ihren Schönheiten, häufig begleitet vom treuen Vierbeiner, der begeistert die Flur durchstöbert.

Hier ist jetzt viel zu erleben: Insekten beginnen ihre Nahrungsflüge. Der Gesang der Vögel sagt uns, dass nun die Zeit des Werbens um das Weibchen begonnen hat, Reviere erobert und verteidigt werden, die Zeit für Nestbau und Jungenaufzucht beginnt. Diese Zeit ist für die Tier aber nicht nur eine Zeit der Freude, sondern mit viel Stress verbunden. Jede Störung kann zum Misserfolg des Brutgeschäftes füh-ren.

Jetzt im Frühjahr haben aber auch ein Hund ein fast unbezwingbares Verlangen in der Natur zu stöbern. Eine hoch entwickelte Spürnase ermöglicht es ihm Düfte wahrzunehmen, die sich unserem Geruchsinn völlig entziehen. Nicht nur der Ge-ruch eines Artgenossen im Revier, sondern auch anderer Tiere wie Feldhase, Hamster, Maus oder Reh entgeht ihm nicht. Sein Jagdtrieb erwacht und die zielge-richtete Neugier führt zum Aufstöbern des Erschnüffelten. Wie auch kann der Hund wissen, dass er mit seinem Verhalten die Frühlingsgefühle der übrigen Tierwelt in Feld, Wald und Flur völlig stört. Selbst wenn diese „Beute“ nicht ergriffen wird, so reicht eine solche Störung bereits aus, um einen Bruterfolg oder die Aufzucht der Nachkommenschaft zunichte zu machen.

Deshalb ergeht in diesen Tagen an alle Tierfreunde der dringende Appell, die geliebten Vierbeiner auch in der freien Landschaft an die Leine zu nehmen.

Es versteht sich, dass hierbei nicht eine Laufleine mit bis zu 20 Metern Länge, son-dern eine relative kurze an der Weggrenze endende Leinenschnur verwandt wer-den sollte. Der Hundehalter kann durch sein Verhalten seiner Tierliebe gegenüber anderen frei lebenden Tierarten Ausdruck geben.

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